Konsolidieren mit SAP SEM-BCS und Planen mit SAP BPC

Im Bereich Planung und Konsolidierung bietet die SAP AG mehrere Produkte an, deshalb ist eine sorgfältige Produktanalyse geboten, um das passende Produkt für den individuellen Anwendungsfall zu finden.
Beispielsweise ist das strukturierte SAP SEM-BCS für die legale Konsolidierung hervorragend geeignet. Das SAP BPC dagegen ist ein generisches System mit einer gut integrierten MS-Office-Schnittstelle, weshalb es gerade im Controlling beliebt ist.
Insbesondere bei komplexen und volatilen Konzernstrukturen, kann eine generische Lösung für die Ist-Konsolidierung schnell unübersichtlich werden. Gerade hier ist ein flexibles Reporting auf einer einheitlichen Datenbasis besonders wichtig. Die Lösung kann eine Kombination aus BCS für die Konsolidierung und BPC für Budgetierungs- und Planungsprozesse sowie für das Reporting sein. Beide Systeme setzen auf dem BW auf und können so eine einheitliche Datenbasis herstellen.
Gerne beraten wir Sie über die vielfältigen Ausgestaltungsmöglichkeiten und vermitteln Ihnen auf Wunsch entsprechende Referenzkundenkontakte. Für nähere Informationen hierzu wenden Sie sich bitte an info@kapcon.de.

BilRUG - Einfluss der Neuerungen auf Unternehmenskennzahlen

Die durch das BilRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) ausgelösten Ausweisveränderungen beeinflussen diverse Kennzahlen.

Durch die Neudefinition der Umsatzerlöse sind alle Erträge, die aus dem Verkauf oder der Vermietung und Verpachtung von Produkten oder der Erbringung von Dienstleistungen stammen, als Umsatzerlöse zu deklarieren. Hierdurch können sich die Umsatzerlöse erhöhen, ohne dass eine dazugehörige Veränderung der Substanz der Ertragslage stattfindet. Dies wirkt sich beispielsweise auf die Umsatzrentabilität und den Kapitalumschlag aus. So sinkt die Umsatzrentabilität (Umsatzrentabilität = Jahresüberschuss / Umsatzertrag) bei gleichbleibendem Jahresüberschuss durch die erhöhten Umsatzerträge. Der entgegengesetzte Effekt ergibt sich beim Kapitalumschlag (Kapitalumschlag = Umsatzertrag / Gesamtkapital). Weiter können Effekte bei Kennzahlen auftreten, die im Zusammenhang mit Forderungen aus Lieferung und Leistung stehen (zum Beispiel bei Innenfinanzierungs- oder Working-Capital-Analysen).

Der Wegfall des außerordentlichen Ergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung führt je nach Ausprägung zu einer Erhöhung oder Verminderung des EBIT (EBIT = Jahresüberschuss + außerordentlicher Aufwand - außerordentlicher Ertrag + Steueraufwand - Steuererträge + Finanzaufwand - Finanzertrag).

Auch wenn sich die Geschäftslage nicht ändert, können die oben genannten Kennzahlen durch das BilRUG anders ausfallen als zuvor. Aus diesem Grund müssen zum Beispiel Vergütungsvereinbarungen, Bilanzanalyse und Financial Covenants, die diese Kennzahlen betreffen, angepasst werden. Des Weiteren sollten die Auswirkungen auf den Konsolidierungsprozess analysiert werden, ggf. sind Systemeinstellungen anzupassen.

Gerne beraten wir Sie bei der Umsetzung dieser und weiterer Änderungen durch das BilRUG. Für nähere Informationen hierzu wenden Sie sich bitte an info@kapcon.de.

IDW RS FAIT 4

Mit dem Standard IDW RS FAIT 4 hat das Institut der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) eine Richtlinie zur Ordnungsmäßigkeit und Sicherheit IT-gestützter Konsolidierungsprozesse herausgegeben und damit die aus den Paragraphen 290 bis 315 HGB resultierenden Anforderungen konkretisiert.

Als IT-gestützter Konsolidierungsprozess wird die programmtechnisch unterstützte Verarbeitung von Daten klassifiziert, die eine automatische Datenübernahme und Konsolidierungsmaßnahme durch vorher eingestellte Parameter aufweist. Bei der Ausführung der automatisierten Schritte müssen die Sicherheit und Ordnungsmäßigkeit der verwendeten Daten garantiert werden.

Um die Risiken und  Fehlerquellen in diesem Prozess so früh wie möglich zu erkennen, ist ein konzerninternes Kontrollsystem einzuführen. Dabei müssen auf jeder Stufe des Konsolidierungsprozesses, von der Übernahme der Meldedaten bis zur Berichterstattung,  Kontrollprozesse etabliert werden.

Gerne beraten wir Sie bei der Umsetzung der Richtlinie. Für nähere Informationen hierzu wenden Sie sich bitte an info@kapcon.de.

BilRUG - AUSGEWÄHLTE ÄNDERUNGEN

2016 tritt das Bilanzrichtlinie- Umsetzungsgesetz (BilRUG) in Kraft. Es dient der Homogenisierung der Rechnungslegungsvorschriften nach deutschen und internationalen Standards und der Entlastung kleiner Unternehmen.

Eine wichtige Neuerung ist die Neudefinition der Umsatzerlöse. Die Klassifizierung eines Ertrags als Umsatzerlös beruhte auf den Tatbeständen „gewöhnliche Geschäftstätigkeit“ sowie „typisches Leistungsangebot“. Erträge, die diese Tatbestände nicht erfüllten, waren als außerordentliche oder sonstige betriebliche Erträge auszuweisen. Nun werden alle Erträge aus dem Verkauf oder der Vermietung und Verpachtung von Produkten bzw. aus der Erbringung von Dienstleistungen als Umsatzerlöse deklariert. Andere Erlöse werden den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeordnet. Der Ausweis der außerordentlichen Erträge und Aufwendungen erfolgt künftig nicht mehr in der GuV, dafür sind im Anhang Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung anzugeben.

Auch für die Konzernrechnungslegung ändern sich einige Vorschriften. Wenn der Erwerb eines Unternehmens und die erstmalige Aufstellung oder Einbeziehung in den Konzernabschluss in unterschiedliche Geschäftsjahre fallen, da z.B. zum Erwerbszeitpunkt noch kein Konzernabschluss erstellt wurde, oder auf die Einbeziehung verzichtet wurde (§296 HGB), dann darf nun die Erstkonsolidierung mit dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens zum Erwerbszeitpunkt durchgeführt werden. Eine erneute Neubewertung zum Zeitpunkt des erstmaligen Einbezugs ist nicht mehr zwingend erforderlich.
§ 309 Abs. 2 HGB wurde neu formuliert, in Verbindung mit DRS 23 bleibt es jedoch bei der bekannten Folgekonsolidierung von passivischen Unterschiedsbeträgen. Diese sind stets erfolgswirksam aufzulösen (unter Beachtung der Entstehungsursache), eine Ausnahme bilden hierbei z.B. die Gewinne eines TU, die dieses zw. Erwerbszeitpunkt und erstmaligem Einbeziehungszeitpunkt erwirtschaftet und thesauriert hat.
Bei der Zugangsbewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen (at Equity) sind künftig für alle erworbenen stillen Reserven und Lasten passive bzw. aktive latente Steuern mit dem Ertragssteuersatz des assoziierten Unternehmens erfolgsneutral zu bilden und in den Jahren der Folgebewertung erfolgswirksam fortzuschreiben (§ 312 HGB). Bei Geschäfts- oder Firmenwert bleibt das Verbot zur Bilanzierung von latenten Steuern bestehen (§ 306 HGB).

Gerne beraten wir Sie bei der Umsetzung dieser und weiterer Änderungen durch das BilRUG. Für nähere Informationen hierzu wenden Sie sich bitte an info@kapcon.de.

SAP Active Excel (Interactive Excel) 3.0 kombinierbar mit SAP SEM-BCS

Seit Oktober 2014 steht SAP Active Excel (Interactive Excel) 3.0 zur Verfügung. Die neue Version ist über SAP GUI 7.40 oder als stand-alone Softwarekomponente zugänglich und erstmals mit SAP SEM-BCS kombinierbar. Active Excel ist ein Erfassungs- und Analysewerkzeug auf Microsoft Excel Basis und konnte bislang nur im Rahmen von SAP R/3 EC-CS genutzt werden. Es ermöglicht flexible Analyseabfragen und ist eine Schnittstelle zur Datenerfassung. So können beispielsweise unternehmensindividuelle Eingabemasken bereitgestellt und Analyseberichte durch die Fachabteilung selbständig entwickelt werden.

SAP SEM-BCS erhält mit Active Excel eine flexible MS Excel-Schnittstelle. Neben neuen Möglichkeiten der Ad-hoc-Berichtsgestaltung, können Erfassungsmasken individuell aufgebaut und mit Formeln hinterlegt werden.

Bezüglich der nötigen Systemvoraussetzungen und der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Active Excel beraten wir Sie gerne. Für nähere Informationen hierzu wenden Sie sich bitte an info@kapcon.de.

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